DGB-Studis Bremen – Versuch eines Selbstbildes

01.06.2014

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Die DGB-Studis sind ein Zusammenschluss gewerkschaftlich aktiver Studierender aus allen Mitgliedsgewerkschaften des DGB, unter der Schirmherrschaft der DGB-Jugend. Gewerkschaftlich bisher unentschlossene oder ehemalige Studierende sind bei uns ebenfalls willkommen.

Wie sehen sich die DGB-Studis?
Was sind unsere Ideale?
Worin liegen unsere Ziele?
(Wie sind wir? Wie wollen wir sein?)

Wir sind eine offen, demokratisch und gleichberechtigt strukturierte Gruppe und streiten gemeinsam für eine offene Gesellschaft. Anknüpfungspunkte sehen wir mit allen Individuen und Gruppen, die die hier formulierten Ansprüche und Ziele teilen. Die DGB-Studis sind Macht- und Hierarchiekritisch. Wir sind rassismuskritisch und lehnen rassistische Zuweisungen im Bewusstsein der eigenen Vorurteile strikt ab. Wir sind kritisch und wachsam gegenüber dauerhaft einseitig konzentrierten Macht- strukturen im Inneren wie im Äußeren. Macht und Hierarchien sind für uns ausschließlich aktionsspezifische Werkzeuge, die wir benutzen wo es nötig ist, aber im laufenden Gruppenprozess ständig neu hinterfragen. Hierzu sind wir bemüht die Rollenzuweisungen innerhalb der Gruppe bewusst zu machen und ggf. Freiräume für neue Rollenpositionen und Aufgabenrotation zu schaffen. Intransparente Weisungssystem stehen unserer freien und offenen Arbeitsweise entgegen.

Praktische Maßnahmen zur Umsetzung unseres Selbstbildes (ständig zu ergänzen!):

  • Fremdwörter bei Redeanteilen und Mailverkehr nach Möglichkeit vermeiden (ggf. erklären).
  • Abkürzungen bei Redeanteilen und Mailverkehr immer erklären oder Erklärung anbieten .
  • „Wie fühlt ihr euch-Frage“ nach Treffen und Besprechungen stellen (Blitzlicht).
  • Erste Tops für die nächste Sitzung am Ende jeder Sitzung gemeinsam formulieren….Was wollen wir?Wir wollen:
  • Gewerkschaftliche Positionen an den (bremischen) Hochschulen vertreten.
  • Eine Faire Gesellschaft erreichen.
  • Ein Umdenken in Bezug auf das gesellschaftliche Wertesystem anstoßen.
  • Die Kapitalistisch dominierte Verteilung von Gütern und gesellschaftlichen Zugängenüberwinden.
  • Den Ansprüchen alterativer Lebensentwürfe im Rahmen unserer sozialen und politischenGrundsätze gerecht werden, diese in das gesellschaftliche Bewusstsein rücken und an derBereitstellung entsprechender Räume mitwirken.
  • Im Lebensraum Hochschule Lobbyarbeit für Arbeitnehmer*Innen machen.
  • Uns antirassistisch engagieren.
  • Gleichberechtigung und ein gerechtes und soziale Miteinander für alle in der Gesellschaft 
 erreichen.
  •   In der Planung und Durchführung unserer Handlungen orientieren wir uns am Gedanken an 
       ökologische und soziale NachhaltigkeitWas wollen wir machen?
    Wie setzen wir das um?
    Welche Aktionsformen wollen wir nutzen?
    Schwerpunkt unserer Arbeit ist der Lebensraum Hochschule. Wir behalten uns jedoch die Arbeit in anderen Aktionsfeldern vor. Die Gruppe entscheidet dies im Einzelfall. Wir bedienen uns verschiedenster Aktionsformen. Zur Durchsetzung unserer Ziele ist sowohl klassische Gremienarbeit, als auch die Veranstaltung und Teilnahme an Protestaktionen auf der Straße und anderen Räumen unserer Arbeit möglich und wünschenswert. Hier soll nach den Möglichkeiten und Interessen der einzelnen Aktiven vorgegangen werden.
    Themen können von allen Studis eingebracht werden. In der Gruppe wird entschieden, ob zu den jeweiligen Themen gearbeitet werden kann und soll. Für einen beschlossenen Themenkomplex muss ein*e Zuständige*r gefunden und erörtert werden, wer und wie viele Studis ggf. als Unterstützung bereit stehen. Zuständigkeiten dauern immer nur über den jeweiligen Aktionsraum an. Es entstehen hieraus keine universellen Arbeitsverpflichtungen. Kann der absehbare Arbeitsbedarf nicht gedeckt werden müssen wir ein interessantes Thema auch mal ablehnen.